Weiterführendes
Bild: "VM-final i bandy på Zinken
2006"
Foto: Henrik Larsson

Lizenz:Creative Commons
Die Originaldatei ist hier zu finden


Die Spieler benutzen Schläger, die am Schlagende
gebogen und abgeflacht sind - also etwa eine Mischung
aus Feldhockey- und Eishockeyschläger. Der Schaft
des Schlägers ist 1,20 Meter lang. Der Torhüter hin-
gegen hat als einziger Spieler auf dem Feld keinen
Schläger und versucht den Ball mit seinen Händen
oder dem Körper abzuwehren bzw. zu fangen. Der
Ball mit einem Kern aus Kork ist aus leuchtend rotem
oder gelbem Kunststoff und hat ungefähr sieben Zen-
timeter Durchmesser.

Zur Ausrüstung gehören Helm, Knie- und Armschützer, ein Schrittschutz sowie
gewöhnliche Eishockeyschlittschuhe. Bis zur Einführung der Helmpflicht im Jahr 1966
trugen die Spieler eine Kappe, die oft gepolstert war.

Im Gegensatz zum Eishockey spielt man Bandy also mit einem Ball (ungefähr so groß
wie ein Tennisball) statt einem Puck und einem sehr stark gekrümmten Schläger. Zu-
dem wird Bandy im Allgemeinen im Freien gespielt. Derzeit gibt es nur eine einzige
Halle in den USA, die für das große Bandy-Spiel geeignet ist. Immer mehr Bandy-
Mannschaften spielen heutzutage aber in normalen Eishallen Sechs gegen Sechs.
Eine kleine Besonderheit im Bandy-Reglement ist die Tatsache, dass es pro fünf Mi-
nuten Wartezeit ein Tor gibt, wenn nicht mindestens acht (bzw. vier) Spieler einer
Mannschaft rechzeitig auf dem Eis stehen.

Seit 1961 wurden die Weltmeisterschaften aller zwei Jahre, seit 2003 jährlich ausge-
tragen. Dabei konnten die Sowjetunion bzw. Russland 19 Titel gewinnen, Schweden
war achtmal erfolgreich. Lediglich Finnland gelang es 2004 einmal, die Dominanz die-
ser beiden Länder zu durchbrechen. Neben diesen drei Teams konnten Norwegen und
Kasachstan je zweimal eine Medaille gewinnen. Seit 1991 wird auch eine B-Gruppe
ausgespielt. Auch wenn der Sport aktuell noch immer in Skandinavien und Russland
am populärsten ist, wird er auch wieder in vielen anderen Ländern gespielt. Zur Zeit
sind 25 Länder Mitglied im internationalen Bandy-Verband – unter ihnen auch Indien
und Australien.

Im Gegensatz zum Fußball gab es beim Bandy von Anfang an auch Frauenmann-
schaften. 1908 gründete die in England geborene Kronprinzessin Margaret den ersten
Bandy-Frauenverein. Die erste Weltmeisterschaft für Frauennationalmannschaften
wurde 2004 ausgetragen. Bei allen vier Wettbewerben gewann – Überraschung –
Schweden vor Russland.

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