Bildrechte
Bild: "Croker Panorama"
Foto: Philip Milne
Lizenz:Creative Commons
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Weiterführendes

      - Croke Park -

Gaelic Football & Hurling

„The Games of the Gael“ –
DIE zwei Sportarten Irlands, Nationalheiligtum, uralt und voller Tradition.

Croke Park

Wenn man nicht so genau hinschaut, wird man bei einem solchen Bild wohl an die gro-
ßen Fußballarenen dieser Welt denken und sich fragen, welche es ist. Zehntausende Zuschauer und grüner Rasen mit Kreidemarkierungen. Aber schon ein Blick auf die Tore macht stutzig: Was sind das nur für verlängerte Torpfosten? In Wirklichkeit war es in diesem Stadion jahrzehntelang untersagt, dem Fußballspiel nachzueifern. Es war so-
gar so, dass diejenigen, welche auf diesem heiligen Rasen jemals spielen wollten, NIE-
MALS zuvor auf einem heiligen Rasen des Fußballs aufgelaufen sein durften. Rule 27, „The Ban“.
Das Stadion auf dem Bild ist der Croke Park in Dublin, Austragungsstätte des Finales der GAA All-Ireland Gaelic Football und Hurling Championships und Gastgeber von 82.300 Zuschauern. Damit ist es das viertgrößte Stadion in Europa.

Geschichte

Hurling gilt als die älteste Feldsportart in Europa und taucht in der Geschichte häufig
im Zusammenhang mit Kriegen, Schlachten und sonstigen Auseinandersetzungen auf.


Das erste Mal um 1272 vor Christus (!), als in der Schlacht um Moytura die Firbolgs auf die Túatha Dé Danann trafen. Die Firbolgs stellten damals die Herrscher der irischen Insel dar und verteidigten sich gegen die eindringenden Túatha Dé Danann. Vor der eigentlichen Schlacht der beiden Parteien soll es noch zu einer Partie Hurling gekom-
men sein. Die Firbolgs gewannen zwar das Spiel, die Túatha Dé Dananns jedoch die Schlacht. Gaelic Football wurde sehr viel später das erste Mal erwähnt: Grund dafür war das Hurling-Verbot 1527 in den Statuten von Galway. Die Verbotswelle durch die englischen Besatzer traf Hurling als das ältere und in der irischen Bevölkerung tiefer verwurzelte Spiel. Wahrscheinlich war aber auch Gaelic Football damals schon längst sehr populär und wurde in den meisten Gegenden gespielt. In Gedichten schrieb man über ein Spiel, welches das Ringen erlaubte. Dies war eine der Gemeinsamkeiten, wie auch das Befördern eines runden Balles von einer Seite des Feldes auf die andere. Sonst gab es keine einheitliche Version, keine gemeinsamen Regeln und von Region zu Region zahlreiche Unterschiede. Mancherorts dauerte es Stunden, andernorts lief es organisierter ab.

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