Weiterführendes
Bild: "Pesäpallo"
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Die Originaldatei ist hier zu finden

Alles Wissenswerte zu Pesäpallo
gibt's auf www.pesis.de

Regeln

Bei den Regeln unterscheiden sich Baseball und Pesäpallo nicht sonderlich. Es gibt auf dem Spielfeld drei Basen (finnisch Pesä), die in gleichen Abständen von 40 Metern von einander entfernt sind. Es spielen zwei Mannschaften abwechselnd innen und außen. Das Team, welches sich innen befindet ist die schlagende Mannschaft und versucht möglichst viele Läufe von Pesä zu Pesä zu erreichen um so zu gewinnen. Die Außenmannschaft versucht eben dieses zu verhindern, indem im besten Fall der Ball direkt aus der Luft (Koppi) gefangen wird. Wird der Ball direkt aus der Luft gefangen, ist der Schlag-
mann nicht automatisch verbrannt wie beim Baseball, sondern nur "verletzt" (haavattu),
vorausgesetzt er erreicht das Pesä vor dem Ball. Wird nach einem Fang der Ball zu

einem Zielnest eines Läufers geworfen, ist der Läufer verbrannt, wenn der Ball eher
als der Läufer ankommt.
So weit so gut, aber wie beginnt das Ganze? Der Anwerfer (Lukkari) steht dem Schlag-
mann in der Homebase (Kotipesä) gegenüber und wirft den Ball vertikal mindestens
einen Meter hoch an. Dabei wacht ein Schiedsrichter auf dem Kotipesä über die kor-
rekte Ausführung des Anwurfes und des Schlages. Wenn der Lukkari den Anwurf nicht
korrekt ausführt wird der Gegner dafür mit einem Freilauf zum nächsten Pesä belohnt.
Jeder weitere falsche Anwurf ergibt erneut einen Freilauf für den Läufer der schon am
weitesten gekommen ist. Der Schlagmann hat dreimal die Möglichkeit den Ball abzu-
schlagen um seinen Mannschaftskameraden den Weiterlauf oder sogar den „Heimlauf“
zu ermöglichen bevor er dann selber zum Läufer wird. Wichtig ist, dass die Schlag-
mannschaft nur dann Punkte erzielt wenn einer der Läufer nach dem Ablaufen der drei
Pesäs in das Kotipesä zurückkehrt. Sind drei der Läufer während des Spiels verbrannt
worden wechseln die beiden Mannschaften ihre Position. Schafft es aber ein Läufer
vom Kotipesä alle Pesä durchzulaufen ohne verbrannt zu werden erreicht er einen
so genannten Kunnari und kann sich - so selten wie das vorkommt - als Held der
Mannschaft feiern lassen. Wem das noch zu wenig Regelkunde war, der bekommt das

ausführliche Regelwerk hier.

Wer nun meint, diese finnische Nationalsportart live erleben zu wollen oder wer viel-
leicht ein schlummerndes Pesäpallo-Talent in sich spürt, muss dafür nicht unbedingt
nach Finnland reisen. Finnischen Auswanderern haben wir es zu verdanken, dass Pe-
säpallo neben Schweden, Estland, Schweiz, Australien, Japan und England auch in
Deutschland gespielt wird. Bereits am 11. November 1992 wurde in Berlin der erste
deutsche Pesäpallo-Verein Tahko Berlin gegründet und es sollten weitere folgen. 1994
wurde mit Unterstützung des Finnischen Pesäpallo-Verbandes Pesäpallo Liitto (PPL),
die Deutsche Pesäpallo-Liga und damit auch der reguläre Spielbetrieb aufgenommen.
Und die Deutschen schlagen sich mehr als achtbar. Im internationalen Vergleich steht
Deutschland hinter Finnland und Schweden an dritter Stelle (zum Vergleich geht's hier)
. Nur bekommt das hierzulande niemand mit.

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