Weiterführendes
Schweizerischer Pontonierverband

Website des 37. Eidgenössischen Pontonierwattfahren 2009

Pontonier

Die Schweiz ist neutral, beherbergt pro Einwohner vermutlich eine Bankfiliale und ihre Bewohner haben ein berühmtes Kräuterbonbon erfunden. Zudem könnte man noch einiges über Schokolade, Käse oder die Eiger Nordwand berichten… aber wer verbindet mit unseren südlichen Nachbarn schon Wassersport?

Aber auch ohne direkten Zugang zum Meer oder gar
zu einem Ozean hat das Schweizer Boot Alighi zwei-
mal in Folge die wichtigste Segelregatta der Welt, den
America’s Cup, gewonnen. Doch die Entfernung zum
Meer lässt sich nicht wirklich wegdiskutieren. Daher nutzen diejenigen der Eidgenossen,
welche wasserbegeistert sind, ihre Flüsse und Seen für diverse Wassersportaktivitäten.
Eine ganz spezielle Sportart, die auf Flüssen wie Rhein, Aare, Limmat, Reuss und

vereinzelt noch auf der Rhone veranstaltet wird, ist der Pontoniersport. Schon seit Mitte
des 19. Jahrhunderst fuhren die Eidgenossen in so genannten Übersetzbooten und
Weidlingen, mehr oder weniger, elegant über das Wasser. Die Übersetzboote erinnern
von der Form her stark an Pontons und werden in aller Regel von Armeen benutzt, um
Flüsse und Seen trockenen Fußes überqueren zu können. Weidlinge sind etwas kleiner
und leichter, deshalb auch einfacher zu manövrieren. Daher sind sie in erster Linie bei
Wettkämpfen dem Nachwuchs und den weiblichen Pontoniers vorbehalten. Außer der
bereits erwähnten bootstechnischen Nähe gibt es noch weitere Verknüpfungen zur
Schweizer Armee. Die Armee der Schweiz gab Mitte des 19. Jahrhunderts den Anstoß
zum heutigen Pontoniersport. Der Sport sollte den Angehörigen des und den Interes-
senten am Militärdienst die Möglichkeit bieten, das Wasserfahren zu erlernen und zu
betreiben.

Ausrüstung


Neben einem Boot gehören noch drei Ruder, drei Stachel, eine Sasse und verschied-
ene Taue zur Ausrüstung eines Fahrtrupps. Ein Stachel ist ein Holzstiel mit einer

Metallspitze an einem Ende. Die Sportler verwenden den Stachel unter anderem dazu,
das Boot von Hindernissen fern zu halten. Eine Sasse ist ein Behälter um das mög-
licherweise ins Boot eingedrungene Wasser abschöpfen zu können. Damit der an-
spruchsvolle Parcours auf den Flüssen der Schweiz bestanden wird, sollte man nach
Auskunft des Schweizerischen Pontonier Sportverbandes zudem über Kraft, Ausdauer
und Geschicklichkeit verfügen.


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