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Bild: "Schwinger brushing off saw
dust after fight"; Foto: Roman Koch
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Weiterführendes

Trachsel/Zaugg: Schwingergeschichte(n)

Gurt des Gegenübers sein. Die Wettkämpfe sind von Regeln der Fairness geprägt: Vor jedem Kampf sollen sich die beiden Kontrahenten die Hände geben, nach dem Kampf ebenso. Zusätzlich soll der Sieger dem Besiegten das Sägemehl vom Rücken abklopfen. Das komplette Regelwerk findet sich hier.

Besonderes

Trotz der riesigen Popularität, die das Schwingen in der Schweiz besitzt, ist der Kommerz weitestgehend aus dem Sport herausgehalten worden. Bei den Veran-
staltungen herrscht ein Reklameverbot und für die Siege in den Wettkämpfen und auf
den unterschiedlichen Turnieren erhalten die Schwinger keine Siegprämien oder

Preisgelder, sondern Naturalien wie Möbel oder Tiere. Siegen will man insbesondere des Ruhmes und der Ehre wegen, denn verlässt man als Sieger das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest, darf man sein Leben lang den Titel des Schwingerkönigs führen. Die erfolgreichsten Schwinger werden als die „Bösen“ bezeichnet. Die Brandmarke „furchtbar böser Schwingerkönig“ trägt also nichts Negatives in sich.

In den 1920er und 1930er Jahren traten Schwinger auch bei internationalen Turnieren im Ringen an und wurden teilweise Europameister und Olympiasieger. Bis der Schwin-
verband dem vorläufig ein Ende setzte, da befürchtet wurde, es käme durch das internationale Ringen zu einer „Überfremdung“ des Schwingens. Mittlerweile ist es Schwingern wieder gestattet am Ringen teilzunehmen. Wichtige Titel gewann man jedoch seit dem nicht mehr.




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